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 EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit

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intendant

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BeitragThema: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Fr 04 Nov 2011, 01:12

Like a Star @ heaven ARD Kontraste: Verbraucher ohne Schutz?

Der umstrittene Süßstoff Aspartam, gentechnisch veränderte Pflanzen oder der Weichmacher Bisphenol A - Die EFSA, die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, sieht nur selten Risiken oder Probleme bei diesen Stoffen. Doch wie unabhängig sind deren Risikobewertungen? Welchen Einfluss hat die Industrie auf Mitarbeiter der Behörde?

Die Verunsicherung ist gross: Nach einer aktuellen Umfrage haben 70 Prozent der Deutschen Angst vor Schadstoffen in Lebensmitteln. Übrigens noch mehr Angst als vor der Schuldenkrise. Damit sich der Verbraucher sicher fühlen kann, wurde 2002 extra eine mächtige europäische Behörde für Lebensmittel-Sicherheit gegründet, die EFSA. Doch statt Verbraucherschutz stehen hier offenbar ganz andere Interessen im Vordergrund. ... Umso unverständlicher, dass derjenige, der für die Kontrolle der EFSA zuständig ist, hier abblockt. John Dalli, der EU-Kommissar für Gesundheit, lehnte es ab, unsere Fragen zu beantworten.
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Dewdrop

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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Fr 04 Nov 2011, 01:57

Na, wenigsten hören die mal auf die Industrie. Der Markt hat immer Recht!

Finde so sozialistisches Gedöns wie staatlicher Verbraucherschutz ist eh unnötig. Schränkt doch nur die freie Marktwirtschaft ein und kostet auch noch Steuergelder. Der Verbraucher erfährt aus der Webrung schon was am Besten für ihn ist.
Und das mit den Giftstoffen wird eh nur von Sozialisten hochgespielt um mehr staatliche Regulierungen voranzutreiben, ein Unternehmer würde seine Kunden niemals vergiften, nur weil es mehr Profit bringt.


Wink
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Fr 04 Nov 2011, 07:10

Dewdrop schrieb:
Na, wenigsten hören die mal auf die Industrie. Der Markt hat immer Recht!

Finde so sozialistisches Gedöns wie staatlicher Verbraucherschutz ist eh unnötig. Schränkt doch nur die freie Marktwirtschaft ein und kostet auch noch Steuergelder. Der Verbraucher erfährt aus der Webrung schon was am Besten für ihn ist.
Und das mit den Giftstoffen wird eh nur von Sozialisten hochgespielt um mehr staatliche Regulierungen voranzutreiben, ein Unternehmer würde seine Kunden niemals vergiften, nur weil es mehr Profit bringt.


Wink
Eine Verscwörung funktioniert auch wenn sie so groß ist und von allen totgeschwiegen wird. Die Unternehmen verwenden leider die Stoffe, die von staatlichen Behörden rattifiziert wurden. Und wer kontrolliert die Behörde?! Die Lebensmittelunternehmen müssen garnicht selber wissen ob die Stoffe giftig sind oder nicht. wenn die Behörde es sagt, dann kaufen sie es und selbstverständlich orientieren sie sich am preis aber wer legt die preise fest und wer produziert die Stoffe?! Die Chemie-industrie?!
Das ist doch ein Spielchen wo die rechte Hand nicht weiß was die linke macht Basketball
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Fr 04 Nov 2011, 13:52

Zitat :
Eine Verscwörung funktioniert auch wenn sie so groß ist und von allen totgeschwiegen wird. Die Unternehmen verwenden leider die Stoffe, die von staatlichen Behörden rattifiziert wurden. Und wer kontrolliert die Behörde?! Die Lebensmittelunternehmen müssen garnicht selber wissen ob die Stoffe giftig sind oder nicht. wenn die Behörde es sagt, dann kaufen sie es und selbstverständlich orientieren sie sich am preis aber wer legt die preise fest und wer produziert die Stoffe?! Die Chemie-industrie?!
Das ist doch ein Spielchen wo die rechte Hand nicht weiß was die linke macht Basketball

Bevor staatliche Behörden einen Giftstoff zulassen erfolgt erstmal Lobbyarbeit der Unternehmen. Oftmals werden Empfehlungen der Industrie einfach übernommen.

Zitat :
Die Lebensmittelunternehmen müssen garnicht selber wissen ob die Stoffe giftig sind oder nicht. wenn die Behörde es sagt, dann kaufen sie es und selbstverständlich orientieren sie sich am preis aber wer legt die preise fest und wer produziert die Stoffe?! Die Chemie-industrie?!

Den Absatz versteh ich nicht so ganz. Meinst du wirklich die Unternehmen wissen selber nicht, dass Aspartam gesundheitsschädlich sein kann? Meinst du wirklich die Unternehmen werden von Behörden gezwungen diese Gifte zu verwenden??? Und wer legt die Preise in der Chemieindustrie fest? Hm, wahrscheinlich die Chemiekonzerne.

Der Staat hat einzig bei der Kontrolle versagt.
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Fr 04 Nov 2011, 20:57

Komisch. Ich habe fest damit gerechnet, dass die Libertären hier jetzt die Korken knallen lassen und den Sieg der Industrie über "sozialistische" Kontrollorgane feiern.

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denkmallogisch

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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   So 06 Nov 2011, 07:25

Dewdrop schrieb:


Bevor staatliche Behörden einen Giftstoff zulassen erfolgt erstmal Lobbyarbeit der Unternehmen. Oftmals werden Empfehlungen der Industrie einfach übernommen.

Den Absatz versteh ich nicht so ganz. Meinst du wirklich die Unternehmen wissen selber nicht, dass Aspartam gesundheitsschädlich sein kann? Meinst du wirklich die Unternehmen werden von Behörden gezwungen diese Gifte zu verwenden??? Und wer legt die Preise in der Chemieindustrie fest? Hm, wahrscheinlich die Chemiekonzerne.

Der Staat hat einzig bei der Kontrolle versagt.

lass dir einfach das Beispiel von Donald Rumsfield, dem Ehemaligen Verteidigungsminister der Bush-Ära. Ich zitiere aus Wikipedia über ihn: "Von 1977 bis 1985 arbeitete er sich bei der G.D. Searle & Company (1985 von Monsanto übernommen) zum Vorstandsvorsitzenden hoch und sanierte die Firma grundlegend. So wurden im Zuge der Sanierung 60 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen und das Unternehmen damit wieder in die schwarzen Zahlen gebracht. Außerdem erhielt die Firma in diesem Zeitraum eine Zulassung für den umstrittenen Süßstoff Aspartam (NutraSweet), der sich zu einem gewinnbringenden Produkt entwickelte."


Also, es ist so wie du es sagst, nämlich die Behörden orientieren sich oft oder meistens an den Unternehmen, das heißt am Beispiel von Aspartam vertrauen sie auf die fragwürdigen Tests Mosantos, die auch geld damt verdienen (Bock als Gärtner). Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass Monsanto von Leuten gesteuert wird, die Eugenik befürworten, deswegen verstehe ich das Argument nicht, dass solche Unternehmen am Wohl der Verbraucher orientiert sein müssen
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   So 06 Nov 2011, 16:35

Zitat :
Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass Monsanto von Leuten gesteuert wird

Weißt du was ich mir auch vorstellen könnte? Das die Führungsspitze von Monsanto mit Eugenik wenig am Hut hat und einfach nur sehr am Profit und Wachstum des Unternehmens interessiert ist. Zumindest wäre das ebenso logisch.



Zitat :
deswegen verstehe ich das Argument nicht, dass solche Unternehmen am Wohl der Verbraucher orientiert sein müssen

Das war auch nur Ironie. ^^ In der Regel behaupten die Libertären, die Unternehmer und der Markt hätten immer Recht und würden, von sich aus, zum Wohle der Allgemeinheit handeln.
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Butts_Pencer



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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   So 06 Nov 2011, 19:50

Dieser Post hat sich mit dem Verfasser verabschiedet.


Zuletzt von Butts_Pencer am So 25 Dez 2011, 08:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 08 Nov 2011, 22:04

Heute gibt es noch nicht die Ampell für ungesunde Nahrungsmittel. Billiges Fastfood aber überall. Hier leben so viele dicke Menschen das ist voll krank!!! Die Industrie will keine gesunden Menschen weil sie nichts mehr verdient. Die Politikker wissen das auch und schützen die Industrie.
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 08 Nov 2011, 22:35

regal schrieb:
Heute gibt es noch nicht die Ampell für ungesunde Nahrungsmittel. Billiges Fastfood aber überall. Hier leben so viele dicke Menschen das ist voll krank!!! Die Industrie will keine gesunden Menschen weil sie nichts mehr verdient. Die Politikker wissen das auch und schützen die Industrie.

Wenn es darum ginge einfach nur Geld zu verdienen, dann hätte man es auch mit gesunden Lebensmitteln machen können. Es ist viel einfacher als man denkt, wir sind die dummen Bauern, die der feine Herr bis aufs letzte Hemd ausnehmen muss, denn er will ja seine Hierarchiepyramide aufbauen, wo dieser Narzist dann den Gott auf Erden spielen kann. und um das zu erreichen, müssen wir noch gefügiger und behämmerter gemacht werden, denn wir sinds ja noch nicht ganz, irgendwo brennt noch licht Rolling Eyes . Das tut er ganz einfach mit unserem essen, denn das sprichwort heißt ja "du bist was du isst" und diesem Fall muss es nach viel aussehen und wenig Inhalt haben, genau so wie wir es sein müssen Twisted Evil Laughing
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 08 Nov 2011, 23:58

Ilse Bilse - keiner willse! Laughing
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 13 Dez 2011, 22:29

Dewdrop schrieb:
Der Markt hat immer Recht!

Der Markt hat nur dann Recht wenn er frei ist und jeder Beteiligte unabhängig wirken kann.

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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 13 Dez 2011, 23:01

@Plissken

Dennoch muss es dem Staat gestattet sein Unternehmen gewisse Schadstoffe für Mensch und Umwelt zu verbieten.


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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 13 Dez 2011, 23:43

Nimmt der Staat Moral und Verantwortung den Menschen nun ab oder können diese "lekten" Wesen das auch ganz für selbst erkennen? Luft zu atmen, Wasser zu trinken...was denn ist wichtiger? Denkt der Staat oder denkt der Mensch? Ist gar der Mensch der Staat oder existiert Staat nur in den Köpfen der Menschen oder sind die Köpfe gar nicht das was sie sein glauben? Wozu also der Mensch als solches? Es propagiert freien willen und verwechselt dies mit seiner zerstörungswut?

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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Mi 14 Dez 2011, 02:00

Ich sage nur, dass der Staat die Bürger vor der Profitgier von Unternehmen zu schützen hat.

Der durchschnittliche Konsument kann nunmal nicht feststellen ob bestimmte Inhaltsstoffe oder Nahrungsmittelzusätze für ihn gesundheitschädlich sind. Dafür braucht es Labore und Wissenschaftler, die unabhängig arbeiten.
Den Verharmlosungen der Industrie bzgl. Glutamat oder Aspartam glaube ich nämliche keine Sekunde.

Hast du dir mal versucht eine Welt vorzustellen, in denen Unternehmen ohne Reglementierungen verfahren können wie sie wollen? Für was würden sie sich entscheiden, Profit oder Allgemeinwohl?
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Mi 14 Dez 2011, 08:52

Dewdrop schrieb:
Ich sage nur, dass der Staat die Bürger vor der Profitgier von Unternehmen zu schützen hat.

Hm...das öffnet der Korruption Tür und Tor. Das hilft gar nichts, wie wir es heuer selber erleben. Ich sage ja auch nur, dass ein wachsamer "Bürger" x-mal mehr wert hat als der regulante Staat.

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Butts_Pencer



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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Mi 14 Dez 2011, 09:19

Dieser Post hat sich mit dem Verfasser verabschiedet.


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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Mi 14 Dez 2011, 09:22

Wobei sich mir jetzt die Frage stellt: Brauchen wir Atom & Chemiewirtschaft wirklich?
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Butts_Pencer



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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Mi 14 Dez 2011, 09:29

Dieser Post hat sich mit dem Verfasser verabschiedet.


Zuletzt von Butts_Pencer am So 25 Dez 2011, 08:54 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Mi 14 Dez 2011, 16:53

Ja, leider öffnet das Korruption Tür und Tor und die muss man auch hart bekämpfen. z.B. mit Gesetzen, Transparenz und der Kontrolle ob sie eingehalten werden.
Aber irgendwie ist das immer noch besser, als dürfte die Wirtschaft unbehelligt tun und lassen was sie will.

Der wachsame Bürger zieht im zweifelsfall gegen Milliardenkonzerne den Kürzeren. Wer von beiden hat die angesehneren Anwälte und Gutachter? Und lassen sich Bürger nicht etwa auch bestechen? Die sind wahrscheinlich sogar günstiger als Politiker.
Erlauben wir (ganz "Libertär") auch Milizen und Privatarmeen mit Kriegswaffen sind es sicherlich zuerst die Konzerne, die sich damit ausstatten. Konkurenzkampf bekommt damit eine ganz neue Bedeutung.

Zitat :
Wobei sich mir jetzt die Frage stellt: Brauchen wir Atom & Chemiewirtschaft wirklich?

Bei Atomenergie bin ich mir da nicht so sicher. Dieser Wirtschaftszweig überlebt (D und USA) eigentlich nur durch Subventionen und die Verkäufe ihrer Abfallprodukte an das US-Militär.
Wahrscheinlich kämen wir ganz gut ohne Atomkraftwerke aus, wenn man alternativen Energien früher schon eine ernsthafte Chance gegeben hätte. Die weltweite Atom- und Öllobby war allerdings zu mächtig.
Deswegen verstehe ich es nicht, wenn "Infokrieger" wie Hartmut Bachmann oder Ron Paul weiter auf Atomenergie setzen und dessen Gefahren dreisst verharmlosen.

Die Chemiewirtschaft ist allerdings leider unerlässlich für unsere moderne Gesellschaft. So ziemlich alles um ins herum ist Chemie oder wurde mit Hilfe von Chemie hergestellt. Monitor, Tastatur, PC, Schreibtisch, Fernseher, Bücher, Farben, Fußböden, Fensterglas, Duschgel, Deo, Schminke, Cremes, Kleidung, Autos, Straßenbeläge, industriell hergestellte Lebensmittel, Wasser, Getränke, Medikamente, Verpackungen und einfach alles was zum Teil aus Kunststoffen besteht und noch viel mehr. Für all diese Produkte sind wir übrigens auch auf die nicht minder umweltschädliche Ölindustrie angewiesen.

Ein netter, aber extrem geschönter Clip, der das verdeutlicht:
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Do 15 Dez 2011, 09:47

Dewdrop schrieb:
Ja, leider öffnet das Korruption Tür und Tor und die muss man auch hart bekämpfen. z.B. mit Gesetzen, Transparenz und der Kontrolle ob sie eingehalten werden.
Aber irgendwie ist das immer noch besser, als dürfte die Wirtschaft unbehelligt tun und lassen was sie will.

Damit dreht sich wieder alles im Kreise. Wer kontrolliert die Kontrolleure, was ist eine transparente Situation? Auch Transparenz kann gefälscht sein-man nennt das transparenter Betrug. Gesetzte haben Schlupflöcher, diese werden genutzt.

Dewdrop schrieb:
Der wachsame Bürger zieht im zweifelsfall gegen Milliardenkonzerne den Kürzeren. Wer von beiden hat die angesehneren Anwälte und Gutachter? Und lassen sich Bürger nicht etwa auch bestechen? Die sind wahrscheinlich sogar günstiger als Politiker.

Der einzelne sicherlich.

Dewdrop schrieb:
Erlauben wir (ganz "Libertär") auch Milizen und Privatarmeen mit Kriegswaffen sind es sicherlich zuerst die Konzerne, die sich damit ausstatten. Konkurenzkampf bekommt damit eine ganz neue Bedeutung.

Ich war bis heute der Meinung die haben sowas und wenn ich z.B. die paramilitärischen Organisationen nennen darf...dort bedient sich sogar die Politik (die kriminellen und halb kriminellen Organisationen mal aussen vor).

Dewdrop schrieb:
Die Chemiewirtschaft ist allerdings leider unerlässlich für unsere moderne Gesellschaft. So ziemlich alles um ins herum ist Chemie oder wurde mit Hilfe von Chemie hergestellt. Monitor, Tastatur, PC, Schreibtisch, Fernseher, Bücher, Farben, Fußböden, Fensterglas, Duschgel, Deo, Schminke, Cremes, Kleidung, Autos, Straßenbeläge, industriell hergestellte Lebensmittel, Wasser, Getränke, Medikamente, Verpackungen und einfach alles was zum Teil aus Kunststoffen besteht und noch viel mehr. Für all diese Produkte sind wir übrigens auch auf die nicht minder umweltschädliche Ölindustrie angewiesen.

Ich gehe sogar soweit und zweifle die moderne Gesellschaft als solches an. Das was Du hier beschreibst sind Dinge welche keiner Lebensgrundlage bedürfen oder ersetzt bzw. verbessert werden könnten. Der Rückschluss auf die "moderne" Gesellschaft ist jener, dass Konsumverhalten und Kaufmentalität in den letzten Jahrzehnten an grenzenlosem Egoismus zugenommen hat. Wiedereinmal offenbart sich, dass der Mensch das Problem an sich ist und das System sich dem Menschen anpasst, daher auch mein Kommentar mit dem marktrelevanten Verhalten. Muss sich nun der Markt dem Menschen anpassen oder sollte sich der Mensch an den Markt anpassen? Wenn wir das ganze Jahr Kirschen, Kiwis und Ananas essen müssen oder sich immer mehr Menschen Autos zu erschwinglichen Preisen kaufen können, wir lieber vor PC´s hocken anstatt raus zu gehen, uns von Fernsehern vollmüllen lassen müssen oder wir auf den Schluck Cola nicht verzichten können, dann müssen wir jegliche Industrien in kauf nehmen. Ebenso Massentierhaltung und Tötung, das ausbeuten von Ressourcen und die sinnlose Vergeudung derer z.B. für Schminke, Treibstoffe und Straßenbeläge etc.pp

Alles was der Mensch braucht hat er, alles was er nicht braucht muss er sich kaufen.

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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Do 15 Dez 2011, 17:05

Zitat :
Damit dreht sich wieder alles im Kreise. Wer kontrolliert die Kontrolleure, was ist eine transparente Situation? Auch Transparenz kann gefälscht sein-man nennt das transparenter Betrug. Gesetzte haben Schlupflöcher, diese werden genutzt.

Sicher kann und wird das passieren. Aber sollte man aus diesem Grund gänzlich auf Reglementierungen und Kontrolle verzichten?
Das demokratische Staatswesen ist auch nicht perfekt und bietet 1000 Möglichkeiten für kriminelle Politiker das Volk zu hintergehen. Deswegen findet Hayek ja auch einen "liberalen Diktator" wie Pinochet so toll, der den Chilenen mit Folter und Mord die freie Marktwirtschaft eintrichterte. Er bedaurte sogar, dass man wegen der "hinderlichen" Demokratie in England seine Wirtschaftspläne nicht rigoros umsetzen konnte, wie in Chile.
Nur weil Gesetze Schlupflöcher haben gänzlich auf sie zu verzichten, halte ich für falsch.


Zitat :
Der einzelne sicherlich.

Auch eine Gruppe von Bürgern hat nicht automatisch ein High-Tech Biochemie- oder Lebensmittelchemielabor um der Industrie ihre Verfehlungen nachzuweisen. Wer soll diese Kontrolle gewährleisten? Ein weiteres privates Unternehmen, dass auf Profit bedacht ist?
Wie kritisch denken Wissenschaftler, die aus privaten BASF-, Bayer- oder Nestle-Universitäten kommen? Selbst jetzt sind Universitäten schon von der Industrie abhängig, ich will nicht dass das noch schlimmer wird.

Zitat :
Ich war bis heute der Meinung die haben sowas und wenn ich z.B. die paramilitärischen Organisationen nennen darf...dort bedient sich sogar die Politik (die kriminellen und halb kriminellen Organisationen mal aussen vor).

Paramilitärs in D?

Zitat :
Ich gehe sogar soweit und zweifle die moderne Gesellschaft als solches an. Das was Du hier beschreibst sind Dinge welche keiner Lebensgrundlage bedürfen oder ersetzt bzw. verbessert werden könnten. Der Rückschluss auf die "moderne" Gesellschaft ist jener, dass Konsumverhalten und Kaufmentalität in den letzten Jahrzehnten an grenzenlosem Egoismus zugenommen hat. Wiedereinmal offenbart sich, dass der Mensch das Problem an sich ist und das System sich dem Menschen anpasst, daher auch mein Kommentar mit dem marktrelevanten Verhalten. Muss sich nun der Markt dem Menschen anpassen oder sollte sich der Mensch an den Markt anpassen? Wenn wir das ganze Jahr Kirschen, Kiwis und Ananas essen müssen oder sich immer mehr Menschen Autos zu erschwinglichen Preisen kaufen können, wir lieber vor PC´s hocken anstatt raus zu gehen, uns von Fernsehern vollmüllen lassen müssen oder wir auf den Schluck Cola nicht verzichten können, dann müssen wir jegliche Industrien in kauf nehmen. Ebenso Massentierhaltung und Tötung, das ausbeuten von Ressourcen und die sinnlose Vergeudung derer z.B. für Schminke, Treibstoffe und Straßenbeläge etc.pp

Vom Prinzip gebe ich dir Recht, der Mensch braucht diesen ganzen modernen Schnick-Schnack eigentlich gar nicht. Einzig auf Hygiene, sauberes Wasser und die moderne Medizin würde ich ungern verzichten. Ich will nämlich keine Lebenserwartung wie 1850. Aber auf einem freien Markt herrschen Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage für diese Produkte wird dasein und auch jemand der es anbietet.

Dass lustige ist ja, dass Benesch und Janich meinen der Mensch müßte sich endlich dem freien Markt unterwerfen und sein Sicherheitsbedürfnis gegen eine zweifelhafte Freiheit eintauschen. Für sie ist der Mensch kein soziales Wesen mehr, sondern nur Produzent und Konsument. Der ungehemmte Drang nach Profit und Fortschritt mag für die einen Freiheit sein, für mich ist es nur ein anderes Gefängnis. Eine Deindustrialisierung, wie wir beide sie uns vorstellen ist deren größte Horrorvision.



Angenommen man findet in D bedeutende Bodenschätze. Wem sollen sie gehören? Dem Volk oder dem Unternehmen, das zuerst die Hand drauf hat?
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Sa 17 Dez 2011, 05:19

Dewdrop schrieb:
Angenommen man findet in D bedeutende Bodenschätze. Wem sollen sie gehören? Dem Volk oder dem Unternehmen, das zuerst die Hand drauf hat?

Der "stärkere" gewinnt, nicht wahr....
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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Sa 17 Dez 2011, 13:34

Zitat :
Der "stärkere" gewinnt, nicht wahr....

Ich dachte Faschismus ist genau die Gesellschaftsform, die wir nicht haben wollen.

Der libertäre Anarcho-Kapitalismus kommt dem Faschismus leider sehr nah. Gewinnen kann da nämlich nur der ökonomisch Stärkere. Und es kommt auch nicht darauf an, wer das "beste Produkt" liefert, sondern wer es am billigsten herstellt.

p.s.: Damit sich der Bürger überhaupt ein eigenes Urteil über Firmen und Produkte bilden kann, müßte es sowas wie Markttransparenz geben. Etwas, das kein vernüftiger profitorientierter Unternehmer gerne hätte.

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BeitragThema: Re: EFSA - umstrittene EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit   Di 27 Dez 2011, 01:59

Dewdrop schrieb:

Ich dachte Faschismus ist genau die Gesellschaftsform, die wir nicht haben wollen.

Welche aber in den Köpfen der Menschen sehr stark verankert ist und das zeigt, dass ein Großteil der "zivilisierten" Gesellschaft nach wie vor rein instinktiv vorgeht. Dabei darf man "Faschismus" und "Nationalismus" nicht zu einem Begriff verschmelzen, wobei beides dazu dient Klassenkämpfe zmindest einzudämmen auch wenn die jeweiligen politischen Strukturen in ähnlichen Absichten münden. Da wir das Prinzip einer leistungsorientierten Gesellschaft haben leben wir bereits in einer Art faschistischen Demokratie, wie Du schreibst "libertärer Anarcho-Kapitalismus", wobei ich den Begriff "anarcho" in "demokratischer" wechseln möchte. Natürlich sind stattliche, völkische Gesetze eine gesellschaftliche notwendige Ordnungsstruktur welche unabdingar. Nun haben wir hier in D eine besondere "Hierarchie" was diese Struktur sehr "dünn" werden lässt. Völkerrechtlich ist nichts beschlossen und faktisch haben wir noch keine Friedenskonsolidierung. Die deutsche Wirtschaft lebt von dem "wohlwollen" anderer Länder und kann nur hinsichtlich exportorientierter Produktion glänzen, nicht aber im Binnenmarkt. Die Folge ist klar: Direkte ökonomische Abhängigkeit d.h., geht es den Ländern gut in welche D den Großteil seiner Exporte verzeichnet, geht es D gut und anders herum, geht es diesen Ländern schlecht, geht es D schlecht. Das ist das Ergebnis einer "globalen" Wirtschaftsexpansion welche völlig sinnlos war, sofern strukturschwache Länder nicht auch davon profitieren (China z.B. war noch nie Strukturschwach daher waren die Investitionen dorthin volkswirtschaftlich nie nachvollziehbar-Finanzmarkttechnisch sehr wohl). Stattdessen wurden Menschen auf das übelste ausgeblutet, ausgebeutet und ausgemerzt wie z.B. in einigen asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Ländern. Wie einer jetzt nach Europa die Brücke schlagen darf ist klar. Themen wie EFSA ist nur die Spitze des "Behördenapparteberg" welcher seit Jahrzehnten wächst und wächst. Was bleibt ist wiedereinmal jeder einzelne welcher entdecken muss das er viele ist. Occupy war ein guter Ansatz aber leider nur wäre gewesen, hätten die Menschen dazu noch erkannt wie instrumentalisiert und infiltriert sie werden (Aggitatoren schlafen nie!) hätte das ganze gut abgehen können. Aber so....failed!
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